Autor: LUDWIG BÖRNE

 

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Alle Regierungskunst bis auf unsere Zeit bestand darin, daß man jedem einzelnen Bürger weis machte, er sei sehr schwach und krank und könne kaum auf den Beinen stehen, und wenn er glaube, seine Nachbarn würden ihm helfen, so irre er sich, denn diese wären auch allesamt blind und lahm. Er sähe nun selbst ein, wie er keinen Schritt ohne Führer tun dürfe, und zu diesem Zwecke habe man mild und weise eine gehörige Zahl Beamten angenommen, die er – wie billig, da sie bloß zu seinem Beistande da wären -bezahlen müsse.

Alle Regierungskunst bis auf unsere Zeit bestand darin, daß man jedem einzelnen Bürger weis machte, er sei sehr schwach und krank und könne kaum auf den Beinen stehen, und wenn er glaube, seine Nachbarn...

 

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